Als Bundesverband ProHolzfenster sehen wir im Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein klares Signal für eine wirtschaftsorientierte Politik, die insbesondere den Mittelstand und das Handwerk in den Blick nimmt. Für die Holzfensterbranche und das Bauhandwerk insgesamt kommt es nun entscheidend darauf an, dass die künftige Landesregierung zügig verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen schafft.
Positiv bewerten wir, dass die künftig in Rheinland-Pfalz regierende CDU in ihrem Wahlprogramm Themen wie Bürokratieabbau, Planungsbeschleunigung und die Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den Fokus stellt. Gerade das Handwerk als tragende Säule der Bauwirtschaft ist auf Planungssicherheit und praktikable gesetzliche Vorgaben angewiesen. Die von der Landes-CDU vorgeschlagene Initiativen zur Fachkräftesicherung, Meisterförderung und zur Stärkung der beruflichen Bildung können hier wichtige Impulse geben.
Gleichzeitig appelliert der Bundesverband ProHolzfenster an die CDU und den voraussichtlichen Koalitionspartner SPD, in der Baupolitik nicht nur auf „Masse statt Klasse“ zu setzen: Fragen des nachhaltigen Bauens, der Einsatz nachwachsender Rohstoffe sowie die gezielte Förderung energieeffizienter Bauelemente hatten im Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Das steht im Widerspruch dazu, dass Klimaanpassung und CO2-armes Bauen in den kommenden Jahren zentral werden. „Auch Landesregierungen müssen hier die Zeichen der Zeit erkennen und Nachhaltigkeit im Bau priorisieren“, so Eduard Appelhans, Vorsitzender des Bundesverbands ProHolzfenster.
„Die neue Landesregierung steht vor der Aufgabe, wirtschaftliche Stärke und Klimaschutz zusammenzubringen. Die angekündigte Entlastung für Mittelstand und Handwerk ist richtig und wichtig – sie muss jetzt aber konsequent mit einer Strategie für nachhaltiges Bauen verknüpft werden. Holzfenster sind eine sofort verfügbare, klimafreundliche Lösung und sollten entsprechend stärker berücksichtigt werden“, so Appelhans weiter.
Insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung sieht der Verband erhebliche Potenziale. Diese gilt es durch verlässliche Förderprogramme, vereinfachte Verfahren und eine stärkere Berücksichtigung ökologischer Kriterien im öffentlichen Bau zu heben. Der Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz kann dabei einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Erreichung der Klimaziele leisten.
Vor diesem Hintergrund fordern wir die künftigen Koalitionäre in Rheinland-Pfalz dazu auf, die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte konsequent mit einer zukunftsorientierten Baupolitik zu verbinden. Nur so lassen sich die Transformation im Gebäudesektor erfolgreich gestalten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe sichern.
Foto: Sorpetaler


