Statement des Bundesverbands ProHolzfenster zur Landtagswahl in Baden-Württemberg

Als Bundesverband ProHolzfenster begrüßen wir das klare und eindeutige Ergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Positiv hervorzuheben ist zudem die hohe Wahlbeteiligung, die das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der politischen Entwicklung des Landes zeigt. Das klare Wahlergebnis schafft eine schnelle politische Handlungsfähigkeit und vermeidet ein langwieriges Ringen um Mehrheiten.

Auch die Fortsetzung der Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU bewerten wir als grundsätzlich positiv. „Das Bündnis besteht seit inzwischen zehn Jahren und steht damit für politische Stabilität und Kontinuität – ein wichtiger Faktor, gerade in wirtschaftlich und geopolitisch turbulenten Zeiten“, so Eduard Appelhans, Vorsitzender des Bundesverbands ProHolzfenster.

„Baden-Württemberg ist ein zentraler Standort für den Holzfensterbau und die gesamte holzverarbeitende Industrie. Stabilität und Verlässlichkeit in der politischen Zusammenarbeit sind daher für unsere Betriebe von großer Bedeutung“, sagt Kai Pless, Geschäftsführer des Bundesverbands ProHolzfenster. „Jetzt kommt es darauf an, die im Wahlkampf formulierten Ziele zügig umzusetzen – insbesondere beim Bürokratieabbau, bei schnelleren Genehmigungen und bei der weiteren Stärkung des Bauens mit Holz.“

Die Erwartungen der Branche an die künftige Landesregierung sind klar: Die Grünen haben angekündigt, die Holzbaustrategie des Landes fortzuführen und im Bauwesen stärker CO₂-bezogene Kriterien zu verankern. Die CDU wiederum stellt Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungen in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftspolitik und bekennt sich zur Fortführung der Holzbauoffensive sowie zur weiteren Stärkung von Holz- und Hybridbauweisen. Aus unserer Sicht sind dies wichtige Signale für eine zukunftsorientierte und wirtschaftlich starke Bauwirtschaft.

Baden-Württemberg hat für den Holzfensterbau eine besondere Bedeutung: 47 der knapp 180 Mitgliedsbetriebe unseres Verbands sind im Land ansässig. Die holzverarbeitende Industrie ist im „Ländle“ traditionell stark vertreten. Gleichzeitig wird in Baden-Württemberg besonders intensiv mit Holz gebaut – der Anteil von Holzbau bei neu genehmigten Einfamilienhäusern lag 2024 bei 46 Prozent.

Foto: Fensterbau Schneider

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