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Kein Sondermüll alte Holzfenster sind Biomasse!

Wohin mit den alten Fensterrahmen? Wer beim Renovieren seines Hauses die Fenster auswechseln möchte, steht irgendwann vor der Frage der korrekten Entsorgung. Sind die alten Rahmen aus Holz, haben Bauherren meist kein Problem, denn Holzfenster zählen in der Regel nicht zum besonders überwachungsbedürftigen Abfall. Die neue Altholzverordnung (AltholzV) bestimmt ganz klar, was damit zu geschehen hat. Für eine umweltgerechte Entsorgung, wie etwa die thermische Verwertung, wird Altholz künftig in vier Kategorien eingeteilt. PCB-belastetes Altholz nimmt eine Sonderstellung ein. Grundsätzlich gilt:

- Holzfenster, die nach 1990 produziert wurden, erhalten den günstigen Abfallschlüssel 170201, was einer Einstufung in die Altholzklasse II gleich kommt. Das bedeutet: Aufgrund ihrer modernen Beschichtungssysteme dürfen sie energetisch oder anderweitig, etwa nach der Biomasse-Verordnung, verwertet werden.

- Vor 1990 produzierte Holzfenster fallen unter die Altholzkategorie A IV. Auch hier wird die thermische Entsorgung als nicht besonders überwachungsbedürftig eingestuft.

- Eine Ausnahme bilden alte Holzfenster, die mit polychlorierten Biphenylen oder Polyphenylen (PCB oder PCP) behandelt wurden. Althölzer mit solchen Schadstoffbelastungen müssen angemeldet und in einer der bundesweit 20 hierfür geeigneten Verbrennungsanlagen entsorgt werden.

Wer seine neuen Fenster vom Fachbetrieb einsetzen lässt, braucht sich um die richtige Entsorgung übrigens meist keine Gedanken machen. Serviceorientierte Fensterbaubetriebe nehmen ihren Kunden diese Arbeit auf Wunsch gerne ab und führen die Altfenster der korrekten Verwertung oder Entsorgung zu.

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