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Bonus für Holzfenster gefordert

Bundesverband ProHolzfenster diskutierte mit Entscheidern bei der Schreinerei Seitz in Weigendorf

„Die hauptsächliche Verwendung der endlichen Ressource Erdöl dort, wo sie nicht ersetzbar ist, und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe für Produkte wie Fenster- und Türrahmen, um endliche Ressourcen zu schonen“, ist das Credo von Heinz Blumenstein, geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands ProHolzfenster e.v. (BPH). Zusammen mit der Schreinerei Seitz lud der Verband Politiker, kommunale Entscheider und Fachleute zum Holzfenster-Brunch ins oberpfälzische Weigendorf ein. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter (Die Linke, Ingolstadt), den Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU, Amberg-Sulzbach), Reinhold Strobl (SPD, Amberg-Sulzbach) und Jürgen Mistol (Bündnis 90, Die Grünen, Regensburg) diskutierten 25 Teilnehmer Ende Oktober über Bauförderungen, Ausschreibungen, Ökobilanzen und Holz als die beste Werkstoffauswahl für Fenster und Türen: gut für Klimaschutz, Energieeffizienz und Sicherheit sowie für den Arbeitsmarkt.

Holzfensterproduktion: regionale Wertschöpfung

Für die anwesenden Fachleute und Architekten liegen die Vorteile des Holzfensters klar auf der Hand: bessere Ökobilanz und höhere Lebensdauer im Vergleich zum PVC-Fenster, dazu bessere Brandstabilität und geringere Giftfreisetzung im Brandfall und mehr gestalterische Vielfalt. Schließlich kann der Holzrahmen öfter neu gestrichen werden. Holz ist natürlich und zeigt zudem seine Verbundenheit mit der Region. Die Schreinerei Seitz, in sechster Generation in Familienhand, verarbeitet in ihrer Manufaktur viel Fichtenholz aus bayrischen Wäldern. Davon konnten sich die Gäste bei der Führung durch die Produktion selbst überzeugen. In sorgfältiger Maßarbeit entstehen hier hochwertige Holzfenster, Holzalufenster und Türen. So ergeben sich positive Arbeitsplatzeffekte und eine Wertschöpfung im strukturschwachen ländlichen Raum. Der Handwerksbetrieb ist wichtiger Arbeitgeber im Ort und bietet überregional Ausbildungsplätze an.

 

Nachwachsende Rohstoffe begünstigen

„Insbesondere beim energetischen Bauen und der energetischen Stadtsanierung sowie bei der denkmalgerechten Modernisierung von Fassaden und Ensembles ist ein Holzrahmen erste Wahl“, hob Blumenstein hervor. Umweltpolitikexpertin Bulling-Schröter ergänzte, dass bei der Sanierung die Dimensionierung einer neuen Heizung sich auch an einer energetisch modernisierten Fassade orientieren müsse: „Man braucht nicht immer einen Mercedes im Keller!“ Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz müsse, so die einhellige Meinung im Plenum, bei Ausschreibungen mit einem Bonus honoriert und in der weiteren Genehmigungspraxis begünstigt werden. Förderprogramme auf Bundes- und Länderebene für den Neubau und die Sanierung seien dahingehend zu verbessern, dass klimafreundfreundliche Werkstoffe bevorzugt werden, ohne die Branche mit sehr kostenintensiven Forderungen nach dem letzten Zehntel beim Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) oder anderen Normgrößen zu überlasten. Ein niedriger U-Wert von 0,6 Punkten schade dem Raumklima mehr als es der CO2-Einsparung nützt, so eine Architektenmeinung während der Diskussion. Der Sprecher für Kommunales und Wohnen der Grünen-Fraktion im bayrischen Landtag, Jürgen Mistol, fügte hinzu: „Ein Holzrahmen erreicht sehr hohe energetische Standards und ist zugleich kostengünstig.“

Werkstoffauswahl elementar für Energiebilanz

Wichtigstes Ziel der Energiewende in Deutschland bleibt die Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnbereich. Der Wohnungsbau und auch das Energieverbrauchsverhalten der Hausbesitzer oder Mieter sind elementare Säulen, die immer noch Optimierungsbedarf haben. Eine verbesserte Energie- und Klimabilanz entsteht nicht nur beim Wohnen, sondern auch beim Bauen oder Sanieren. Daher ist die Auswahl des Werkstoffs elementar für die zukünftige Energiebilanz. Viele Verbraucher fragen nicht nach, wie hoch der Anteil kritischer Materialien aus recycelten alten Plastikfenstern in ihrem neu eingebauten PVC-Fenster ist, obwohl die neue Europäische Chemikalienverordnung REACH die Verkäufer zwingt, diese Information auf Verlangen preiszugeben. In der Regel betragen der Chlor- und Erdölgehalt bei PVC-Fenstern über 50 Prozent. Diese Rohstoffe müssen energieintensiv aufbereitet werden und bergen gesundheitliche Risiken – insbesondere bei einem Wohnungsbrand.

Holzrahmen sind stabiler

Anders beim Holzfenster. Seit Beginn der Zeitrechnung hat sich der Werkstoff Holz nicht verändert. Er inspiriert die Menschheit nach wie vor und fordert das Handwerk täglich heraus. Ein Holzfenster ist im Brandfall stabiler und lässt sich auch noch in beschädigtem Zustand öffnen, was womöglich Leben retten kann. „Das Holzfenster ist die beste Wahl im Wohnungsbau, für den Objekt- und Bürobau und zunehmend auch in der Industrie“, fasst Blumenstein zusammen.


Über die Schreinerei Seitz:
Die Schreinerei Seitz GmbH versteht sich seit 1842 als Manufaktur mit hohem Anspruch an Qualität. Individuell gefertigte Holz- / Holzalufenster und Türen sind das Aushängeschild des Familienbetriebs in sechster Generation. Mit denkmalgerechten Holz- und Holzalufenstern hat sich das Unternehmen überregional einen Namen gemacht. Geschäftsführer ist Ralf Seitz. Firmensitz ist im oberpfälzischen Weigendorf in der Metropolregion Nürnberg. www.seitz-manufaktur.de

Bundesverband ProHolzfenster e.V.
Der Bundesverband ProHolzfenster e.V. (BPH) gründete sich 1994 (damals unter der Bezeichnung Initiative ProHolzfenster e.V.). Mitglieder sind Fensterhersteller, Zulieferfirmen, Architekten und Planer, die vom hochwertigen Produkt Holzfenster und Holz-Alu-Fenster überzeugt sind. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, über die Vorteile des nachhaltigen Werkstoffs Holz im Fenster- und Türenbau zu informieren.

Zimmerstr. 79-80, 10117 Berlin
www.proholzfenster.de

Ansprechpartner:
Heinz Blumenstein, geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Telefon: 06621 / 91 48 96
E-Mail: info(at)proholzfenster.de

Pressekontakt:
Friends PR, Ingrid Erne
Zeuggasse 7, 86150 Augsburg
ingrid.erne(at)friends-media-group.de

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Fotos: Bundesverband ProHolzfenster

Abdruck bei Nennen der Bildquelle honorarfrei. Wir bitten um ein Belegexemplar an unsere Presseagentur.

 

BPH-Geschäftsführer Heinz Blumenstein (2.v.l.) freute sich mit Tanja und Ralf Seitz (vorne, 3. u. 4.v.l.) über interessierte Gäste, darunter MdB Eva Bulling-Schröter sowie die Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol, Harald Schwartz und Reinhold Strobl.
Rundgang durch die Produktion mit Geschäftsführer Ralf Seitz (v.l.): die MdLs Harald Schwartz, Jürgen Mistol, Reinhold Strobl, MdB Eva Bulling-Schröter.
In den neu gestalteten Ausstellungsräumen der Manufaktur Seitz versammeln sich hier (v.l.) Rudi Walz vom Bundesverband ProHolzfenster, Manfred Seitz, Landkreis-Wirtschaftsreferent Harald Herrle, Tanja Seitz, MdL Harald Schwartz, Heinz Blumenstein vom BPH-Vorstand und Ralf Seitz.