Neue Wege mit Materialmix-Konstruktionen und modifizierten Hölzern
Wie können Holzfenster die Anforderungen künftiger gesetzlicher Vorgaben in Sachen Ener-gieeinsparung erfüllen? Welche Konstruktionen machen Holzfenster möglichst witterungsbe-ständig und pflegeleicht, und dies zu überschaubaren Kosten? Mehr als 20 Mitgliedsfirmen des Bundesverbands ProHolzfenster e.V. zeigten dazu auf der LIGNA in Hannover kreative Lösungen. Die Branche hat sich etwas einfallen lassen: Sie präsentierte ein breites Spektrum an umweltfreundlichen Entwicklungen für das wertbeständige Holz- und HolzAlufenster der Zukunft.
Neue Konstruktionen sparen Energie, Aufwand und Kosten
Erkennbare Trends unter anderem: kostenoptimierte Konstruktionen, Fenster mit schmaleren Rahmen und mehr Glas, die Energieeinsparung dabei immer im Blick. Witterungsbeständig mit Aluschale und dies zu günstigeren Preisen als bisher: Mit Einsparungen bei Material und Handling erreichen einige Hersteller bei HolzAlufenstern Preisreduzierungen bis zu 20 Prozent und kommen damit Verbraucherwünschen entgegen. Bis zu 35 Prozent geringere Rahmenanteile und entsprechend größere Glasflächen sorgen für mehr Licht und Wärme im Haus und für angenehme Oberflächentemperaturen. Feststehende Aluschalen auf der Außenseite, kombiniert mit innovativen Klebe- und Verbundtechniken bieten selbst bei großflächiger Verglasung eine filigrane Optik und eine um bis zu 50 Prozent verbesserte Statik. Viele Hersteller haben die Anteile Holz-Glas-Alu neu gemixt. Die neuen Klebetechniken erlauben nun auch bei großen Fensterflächen im Objektbau den Einsatz des klimafreundlichen Rohstoffs Holz im Zusammenspiel mit Mehrfachverglasung und speziellem Isolierglas unschlagbar in Sachen Wärmedämmung.
Holz mit verbesserten Eigenschaften
Eine ganz andere Variante für nachhaltig witterungsbeständige Holzfenster zeigten der Holzhandel und einige Verarbeiter, die mit modifizierten Hölzern auf die Ligna kamen. Ob Accoya, thermisch behandeltes Holz wie Ökodura oder Belmadur: Holzmodifizierungstechnologien verbessern die Eigenschaften von Holz, machen es unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und somit dauerhaft eine ökologische Alternative zu Tropenholz. Doch auch mit anderen Mitteln gelingt es durchaus, Holzfenster haltbar zu machen. Das beweisen die Lackhersteller mit ihren Garantien auf die Oberflächenbeschichtung bis zu zehn Jahren. Die Vertreter der Lackindustrie am BPH-Stand berichten von sehr guten Erfahrungen mit den Garantie-Modellen.
Vom Stilfenster bis zur heizenden Tür
Viel Aufmerksamkeit fanden außerdem die besonders schönen Exemplare von Denkmalschutzfenstern, Rundfenstern oder Vertikal-Schiebefenstern, die bei den Mitgliedsfirmen zu sehen waren. Eine sehr interessante Neuheit wurde auch mit dem Weltpatent einer Türheizung vorgestellt: eine Innentür aus Vollholz mit eingebautem Heizregister als Heizkörper auf der Basis von Infrarotstrahlungswärme, die auch nachträglich noch mit relativ geringen Kosten eingebaut werden kann.
Natürlich war der Stand des Bundesverbands ProHolzfenster e.V. auch diesmal wieder Treffpunkt für die gesamte Holzfensterbranche. Zahlreiche Fensterhersteller, Zulieferer und Verbandsvertreter nutzten den weithin sichtbaren BPH-Messestand in Halle 17 gerne für den Austausch mit Kollegen und Geschäftspartnern. Gleichzeitig hatten sie Gelegenheit, sich beim Messeteam und beim Vorstand über die Möglichkeiten zu informieren, die eine Mitgliedschaft im Bundesverband bietet.


Bundesverband ProHolzfenster e.V.
Der Bundesverband ProHolzfenster e.V. (BPH) gründete sich 1994 (damals unter der Bezeichnung Initiative ProHolzfenster e.V.). Mitglieder sind derzeit rund 350 Fensterhersteller, Zulieferfirmen und Architekten, die vom hochwertigen Produkt Holzfenster und Holzalu-Fenster überzeugt sind. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, den Werkstoff Holz als umweltschonende Alternative im Fenster- und Türenbau bekannt zu machen.
www.proholzfenster.de
Ihr Ansprechpartner:
Heinz Blumenstein, geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Telefon 06621 / 91 48 96, E-Mail: info@proholzfenster.de
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