Holzfenster im kommunalen Wohnungs- und Objektbau
Holzfenster sind langfristig gesehen die preiswerteste Alternative. Ein Grund, warum öffentliche Bauträger bei Sanierungen und Neubauten allmählich umdenken und sich heute wieder bewusst für das Naturmaterial entscheiden. Doch sie haben noch mehr gute Gründe. Was haben Holzfenster dem Kunststofffenster voraus?
Befestigungen im Holz sind auf Dauer stabil
Verschraubungen im Holz sind in vollem Material befestigt. Ganz anders bei PVC, das auch in kaltem Zustand fließt. Dort können sich Schrauben bei starker Beanspruchung in den Hohlprofilen sehr viel schneller lockern, ausgeschlagene Bohrlöcher sind die Folge. Besonders dort, wo die Fenster stark beansprucht werden wie etwa in Schulen und Kindergärten. Oder auch bei größeren Objekten von Wohnbaugenossenschaften. Holz hält da länger stand und lässt sich im Bedarfsfall vergleichsweise einfach reparieren.
Wirtschaftlich überlegen
Studien über die Nachhaltigkeit von Bauteilen stellen heute Langzeitbetrachtungen von 100 Jahren an. Über diesen Zeitraum gesehen hat das Holzfenster die Nase vorn: Was die Wirtschaftlichkeit angeht, ist es anderen Materialien haushoch überlegen. Das ergab erst kürzlich eine Studie des Instituts für Bauforschung. Ein fachgerechter Einbau und regelmäßige Pflege vorausgesetzt, halten Holzfenster länger als alle anderen und bleiben länger schön. Die durchschnittliche Lebensdauer eines guten Holzfensters liegt bei etwa 60 Jahren.
Beitrag zum Klimaschutz
Wer umweltschonend baut mit Materialien aus erneuerbaren Rohstoffen trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Holz zeichnet sich durch einen geschlossenen CO2-Kreislauf und einen relativ geringen Energiebedarf bei der Produktion aus. Für die Herstellung eines Holzfensters wird nur etwa ein Elftel der Energiemenge benötigt, die ein Kunststofffenster braucht. Kommunen übernehmen da eine Vorbildrolle.
Besseres Brandverhalten
Holzfenster haben das bessere Brandverhalten, das belegen Untersuchungen der Feuerwehr. Während Thermoplaste bereits bei Temperaturen von 110 bis 130 Grad zerfließen und giftige Gase freisetzen, halten Holzfenster auch bei über 200 Grad noch stand und verformen sich nicht. Ein vorzeitiges Bersten der Scheiben wird so verhindert keine plötzliche Sauerstoffzufuhr, die das Feuer erst recht noch anfacht.
Intaktes Stadtbild
Fenster haben maßgeblichen Anteil an der Erhaltung eines historisch gewachsenen Stadtbilds. Ist es intakt, wirkt sich das positiv auch auf den Besucherstrom aus. Für die denkmalgerechte Sanierung ist Holz das Rahmenmaterial Nummer eins. Denn nicht denkmalgerechte Werkstoffe zerstören ein ehemals harmonisches Gesamtbild was dem Stadtmarketing nicht unbedingt zuträglich ist.
Holz schafft Arbeitsplätze
Bauen mit heimischen Rohstoffen hält Arbeitsplätze in der Region, und zwar über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Weil sich die Herstellung von Holzfenstern nur bedingt automatisieren lässt, sind dafür fast doppelt soviel Mitarbeiter erforderlich wie für ein PVC-Fenster. Holzfenster werden überwiegend in regionalen Mittelstandsbetrieben produziert so sichern Kommunen mit dem Einsatz von Holzfenstern auch gleichzeitig Arbeitsplätze in der Region.
Ressourcenschonendes, nachhaltiges Bauen mit umweltverträglichen Materialien ist ein Wert, den die Deutschen schätzen. Entsprechend groß ist auch die Akzeptanz von Holz im öffentlichen Raum. Insbesondere in Schulen und Kindergärten wünschen sich Bundesbürger diesen nachwachsenden Baustoff, wie eine Emnid-Umfrage ergab: 99 Prozent der Befragten erwarten von öffentlichen Gebäuden und der eigenen Wohnung, dass sie aus ökologisch verträglichen und gesundheitlich unbedenklichen Materialien gebaut sind. Holzfenster leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.
Informationen und Fachbetriebsverzeichnis:
Initiative ProHolzfenster e.V.
Zimmerstraße 79-80, 10117 Berlin
Zentrale Rufnummer 0700 / 47438835
E-Mail info@proholzfenster.de, www.proholzfenster.de


