Neue Wege im Fensterbau

IPH-Mitgliedsfirmen zeigen den Weg zu Klimaschutz und
Energiesparen


Dass sich Fensterhersteller intensiv Gedanken dazu machen, wie Bauherren Energie einsparen können, bewies die Präsentation der Initiative ProHolzfenster e.V. auf der LIGNA+ 2007. Mitgliedsfirmen zeigten dort mehrere zukunftsträchtige Lösungen, die mit niedrigen Uw- Werten mühelos Passivhausstandard erfüllen. Klar erkennbar war der Trend zu Verbundfenstern mit geklebter Isolierglasscheibe und schmalen Flügelrahmen. Unter Nutzung der Glasstatik wird so mit weniger Holz-Materialeinsatz eine hohe Steifigkeit erreicht. Die Vorteile: mehr Wärmedämmung, mehr Schalldämmung und mehr Lichteinfall. Ein Patentinhaber, der jetzt auf der Suche nach Herstellern ist, machte durch ein solches auf das Wesentliche reduziertes, hoch Wärme dämmendes Fenster mit einem Uw-Wert von 0,58 W/m2K auf sich aufmerksam.

 


Ein Fenster, das heizen kann
Ebenfalls großes Interesse zog ein komplett neues Fensterkonzept auf sich, mit dem man keine Energie mehr verliert, sondern im Gegenteil sogar gewinnt: Das „heizende Fenster“ oder Ventilationsfenster lässt Wärme nicht entweichen. Die in einen breiten Zwischenraum (ähnlich einem Kastenfenster) einströmende Kaltluft erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung und/oder die Gebäudewärme. Mittels eines patentierten Ventils wird die vorgewärmte, frische Luft dosiert an die Innenräume abgegeben (oder bei genügend Innenwärme wieder nach
draußen geleitet) – eine kostenlose, zusätzliche Heizung mit einem Energiegewinn von etwa 300 kWh pro Jahr und gleichzeitig ein Lüftungssystem für das ganze Haus. Eine Option auch im Denkmalschutz: Der äußere, einfach verglaste Rahmen kann auf die alten Profile abgestimmt werden. Bisher wurden solche Fenster noch nicht in nennenswerter Menge produziert, doch der dänische Patentinhaber und sein bislang einziger deutscher Hersteller setzen auf den technologischen und ästhetischen Durchbruch.

 

Energetische Sanierung im Denkmalschutz
Um Lösungen und Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung in Altbauten, auch unter Denkmalschutz-Gesichtspunkten, ging es bei einer Podiumsdiskussion der Initiative ProHolzfenster im Rahmen der LIGNA. Dr. Peter Schabe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz benannte die Eckpunkte für die Instandsetzung denkmalgeschützter Gebäude: Generell gehe Reparatur vor Erneuerung, Sanierungsarbeiten sind mit denkmalverträglichen Baumaterialien auszuführen – deshalb seien Holzfenster klar zu bevorzugen. Was die Verwendung von Isolierglas betrifft, sei man insbesondere bei Wohngebäuden kompromissbereit. Mehr Wertschätzung alter Handwerkskunst fordert Eckhard Zurheide, Leiter der Akademie Schloss Raesfeld. Eine Chance für Fensterbauer
sieht er in der Weiterbildung zum Restaurator im Handwerk.

 

Langzeitstudie: Holzfenster sind wirtschaftlicher
Auch Architekt Hansjochen Schwieger, der sehr viel im Modernisierungsbereich tätig ist, setzt aus vielerlei Gründen auf Holzfenster. Er wünscht sich schlanke Profile und technische Weiterentwicklungen: „Wir brauchen Fenster mit Dauerlüftung.“ Doch die Schwierigkeiten fangen für ihn woanders an: „Unser Kernproblem sind die Auftraggeber. Viele meinen, Holzfenster seien nicht wirtschaftlich.“ Argumentative Unterstützung lieferte ihm sofort Professor Martin Pfeiffer, Direktor am Institut für Bauforschung: „Wenn man die Fenstermodernisierung richtig plant und die Fenster vor allem richtig
einbaut, ist das Holzfenster in Sachen Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit allen anderen Fenstern haushoch überlegen.“ Eine
erst kürzlich im Institut erschienene Langzeitstudie besagt: In der Langzeitbetrachtung auf 100 Jahre hat das Holzfenster die Nase vorn.

 

Kurzportrait Initiative ProHolzfenster e.V.
Die Initiative ProHolzfenster e.V. (IPH) ist ein 1994 gegründeter Verband.
Mitglieder sind derzeit rund 350 Fensterhersteller, Zulieferfirmen und
Architekten, die vom hochwertigen Produkt Holzfenster und HolzMetall-Fenster
überzeugt sind. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Werkstoff Holz als
umweltschonende Alternative im Fenster- und Türenbau bekannt zu machen.

 


Anschrift: Zimmerstraße 79-80, 10117 Berlin
Zentrale Rufnummer 0700 / 47438835
E-Mail info@proholzfenster.de, www.proholzfenster.de

 


Ihr Ansprechpartner:
Heinz Blumenstein, geschäftsführendes IPH-Vorstandsmitglied
Telefon 06621 / 91 48 96, E-Mail: info@proholzfenster.de

 

Abdruck von Text und Bild honorarfrei. Belegexemplar bitte an:
PRESSE & mehr, Ingrid Erne
Zeuggasse 7, 86150 Augsburg
erne@presse-und-mehr.de

Ventilationsfenster: Durch Sonnenstrahlen oder Gebäudewärme vorgeheizte Frischluft wird mittels patentiertem Ventil nach innen abgegeben – eine kostenlose Wärmegewinnung!
Podium01: Energetische Gebäudesanierung und Denkmalschutz – hochaktuelle Themen, die zahlreiche Gäste zur Podiumsdiskussion
der IPH lockten.
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