Holzfenster halten mehr aus!

Vertreter von Politik und Wirtschaft informierten sich bei
FKS Fensterbau in Haiger


Ein Brandversuch öffnete die Augen und die Gäste staunten nicht schlecht: Als die Feuerwehr bei FKS Fensterbau in Haiger im Hof jeweils ein PVC-Fenster und ein Holzfenster zu gleicher Zeit in Brand setzte, hielt das Holzfenster viel länger stand. Während das PVC-Fenster binnen kurzer Zeit in Flammen stand und sich unter beißender Rauchgasentwicklung verformte, kokelte das Holzfenster nur an der Oberfläche vor sich hin. Es blieb in sich stabil und ließ sich nach Abschluss des Versuchs sogar noch öffnen. Doch das bessere Brandverhalten war nur einer der zahlreichen Vorteile von Holzfenstern. Denn darum ging es im April beim Politik-Brunch, den die Initiative ProHolzfenster e.V. bei ihrem Mitglied Ulrich Kauferstein veranstaltete.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt, darunter MdB Helga Lopez, MdL Hans-Jürgen Irmer, Michael Buhlmann vom Hessischen Umwelt-Ministerium, Kreis- und Stadtbeigeordnete aus dem Lahn-Dill-Kreis, Vertreter von Innung und Kreishandwerkerschaft sowie Dr. Gerhard Zoubek, Bürgermeister von Haiger. Beim Rundgang durch die Tischlerei, die mit zehn Mitarbeitern ausschließlich Fenster und Türen aus Holz für Wiederverkäufer produziert, flossen zahlreiche Informationen. So erfuhren die Teilnehmer etwa, dass für die Herstellung eines Holzfensters fast doppelt so viele Arbeitskräfte nötig sind wie für ein Kunststofffenster. „Die mittelständischen Holzfensterbaubetriebe sichern insbesondere regionale Arbeitsplätze“, erläuterte IPH-Vorstand Thomas Thesing.
 

Wirtschaftlich und nachhaltig

Die Frage der Wirtschaftlichkeit sorgte für eine lebhafte Diskussion. Siegfried Fricke, Erster Kreisbeigeordneter Gießen: „Wenn es um den Einsatz in öffentlichen Gebäuden geht, spielt der Preis eine wichtige Rolle – und Fenster aus Holz sind nun mal teurer.“ Dr. Gerhard Zoubek, Bürgermeister in Haiger, brachte demgegenüber die Nachhaltigkeit ins Spiel: „Man darf nicht nur die reinen Investitionskosten sehen. Das Holzfenster wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und steht auch für Langlebigkeit.“ Wolfgang Hofmann, Erster Kreisbeigeordneter im Lahn-Dill-Kreis, schloss sich dem an: „Aus diesem Grund lassen wir bei uns im Kreis fast nur Holzfenster oder aber auch Alufenster einbauen“. Eine WWF-Studie aus England hatte erst kürzlich belegt, dass Holzfenster nicht nur eine hervorragende Ökobilanz aufweisen. Auf ihren gesamten Lebenszyklus von der Produktion bis zur Entsorgung betrachtet, seien sie letzten Endes auch preiswerter: Weil sie leichter repariert werden können, bleiben sie meist viele Jahrzehnte im Einsatz. Gerade im kommunalen Wohnungs- und Objektbau sollte man auf den Nutzungsanspruch achten, betonte IPH-Geschäftsführer Heinz Blumenstein: „Weil PVC auch im kalten Zustand fließt, können sich hier Schrauben bei starker Beanspruchung sehr viel schneller lockern und die Bohrlöcher sind schnell ausgeschlagen.“ Ein Grund, weshalb Berliner Schulen und Wohnbaugenossenschaften bereits wieder auf Holz umschwenken.

 

Kurzportrait Initiative ProHolzfenster e.V.

Die Initiative ProHolzfenster e.V. (IPH) ist ein 1994 gegründeter Verband. Mitglieder sind derzeit rund 350 Fensterhersteller, Zulieferfirmen und Architekten, die vom hochwertigen Produkt Holzfenster und HolzMetall-Fenster überzeugt sind. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Werkstoff Holz als umweltschonende Alternative im Fenster- und Türenbau bekannt zu machen.

 

Anschrift: Zimmerstraße 79-80, 10117 Berlin
Zentrale Rufnummer 0700 / 47438835
E-Mail info@proholzfenster.de, www.proholzfenster.de

 

Ihr Ansprechpartner:

Heinz Blumenstein, geschäftsführendes IPH-Vorstandsmitglied
Telefon 06621 / 91 48 96, E-Mail: info(at)proholzfenster.de

 

Bildunterschriften:


Bild 1:
Trotz einer Verletzung ließ es sich MdB Helga Lopez (Mitte) nicht nehmen, zum Politik-Brunch der Initiative ProHolzfenster e.V. bei FKS-Fensterbau in Haiger-Sechshelden zu kommen. Ebenfalls mit dabei: Michael Buhlmann vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz; MdL Hans-Jürgen Irmer, Sigrid Kornmann, Fraktionsvorsitzende im Kreistag Lahn-Dill; Siegfried Fricke, Erster Kreisbeigeordnete Gießen; Wolfgang Hofmann, Erster Kreisbeigeordnete Lahn-Dill-Kreis; Dr. Gerhard Zoubek, Bürgermeister Haiger; Stefan Gerhardt, stellv. Obermeister Tischlerinnung Lahn-Dill; Günther Böth und Uwe Fuchs vom Hochbauamt Marburg; Manfred Weber, Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill; Joachim Schmidt, Kreisbeigeordneter; Brunhilde Franz, Stadtverordnete Haiger; Karl Zissel, Fraktionsvorsitzender Regionalversammlung Mittelhessen; von der Initiative ProHolzfenster: Vorsitzender Thomas Thesing, Ulrich Kauferstein von FKS-Fensterbau, Geschäftsführer Heinz Blumenstein sowie Rudi Walz.

Bild 2:
Beim Brandversuch der Feuerwehr zeigte sich deutlich: Im Ernstfall bleibt Holz wesentlich länger stabil als PVC.

Bild 3:
IPH-Vorstand Thomas Thesing (links) im Gespräch mit den Gästen des Politik-Brunchs bei FKS Fensterbau.

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