Lamellierte Fensterkanteln

Im Tischlerhandwerk ist es Tradition, dass größere Teile durch Verleimung einzelner Hölzer zusammengefügt werden. Diese Technik ist in den letzten 20 Jahren weiter entwickelt worden, insbesondere für die Herstellung verleimter Fenster- und Türenkantel, der sogenannten "lamellierten Kantel".Die Qualitätsanforderungen der Kunden, auch hinsichtlich der Holzqualität, sind in den letzten Jahren zunehmend gestiegen. Massive Fensterkantel in entsprechenden Qualitäten sind heute für eine kontinuierliche Belieferung kaum noch erhältlich. Ein positives Merkmal der lamellierten Kanteln ist die gleichmäßige Holzfeuchte über den gesamten Lamellenquerschnitt.Technische Anforderungen: Die Anforderungen an die Holzqualität sind in DIN EN 942 definiert (Ersatz für DIN 68360 Teil 1). Die Lamellen sollten vorrangig stehende Jahresringe (Rifts/Halbrifts) haben. Die Verleimung hat nach DIN EN 204 Gruppe D4 zu erfolgen. Die Herstellung der Kantel sollte nach den Richtlinien des Institut für Fenstertechnik (i.f.t.) in Rosenheim vorgenommen werden. Die Möglichkeiten: Fixlängen mit durchgehenden Außenlagen und keilverzinkter Mittellage (für Lasurbehandlung); Keilverzinkte Stangen in 6m Länge mit drei keilverzinkten Lagen (für deckenden Anstrich). Spezielle Querschnitte (z.B. für Pfosten-Riegel-Konstruktionen). Bisher nicht übliche Holzarten können z.B. für Holz-Alu-Konstruktionen eingesetzt werden. Die Vorteile: fehlerfreie Holzqualität, dadurch keine Nacharbeiten gleichmäßige Holzfeuchte, dadurch kein Verziehen umweltgerecht durch optimale Holzausnutzung Fazit:Hohe Qualitätsanforderungen verlangen nach lamellierten Profilen im Fensterbau. Dies bedeutet einen erheblichen Fortschritt in der Weiterentwicklung des hochwertigen Holzfensters.

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