Netzwerke für Holz knüpfen

Politik und Wirtschaft im Gespräch bei HFBB Holzfensterbau Bernau

 

Der Einsatz von Holz in kommunalen Bauprojekten – warum ist er wichtig und wie kann er gefördert werden? Welche Bedeutung kommt dem Holzfensterbau zu? Darüber sprachen Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft im November in Bernau bei Berlin mit Vertretern der Initiative ProHolzfenster e.V. (IPH). IPH-Mitglied Karsten Häber von der Firma HFBB Holzfensterbau Bernau hatte zum „Brunch mit der Politik“ geladen. Der Einladung folgten u.a.  Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm und Landtagsabgeordneter Ralf Christoffers sowie Bürgermeister, Fachreferenten und Vertreter von IHK und Denkmalpflege.

Dass Holz neben vielen weiteren Materialvorteilen auch heimische Arbeits-plätze sichert, davon konnten sich die Teilnehmer bei der Besichtigung des modernen Fensterbaubetriebes selbst überzeugen. Mit acht Mitarbeitern hatte Karsten Häber 1995 in Bernau begonnen. Nach stetigem Ausbau beschäftigt HFBB heute fast 40 Fachkräfte, darunter vier Auszubildende. Und das Wachs-tum geht weiter: „Trotz Erweiterung und Umbau stoßen wir bereits wieder an unsere Kapazitätsgrenzen“, so Karsten Häber.

 

Charta für Holz – bei der Umsetzung hapert’s

„Für die Produktion eines Holzfensters sind fast doppelt so viele Arbeitsstunden notwendig wie bei anderen Materialien. Sie werden vorwiegend in kleinen und mittelständischen Betrieben gefertigt. Wer Holzfenster einbaut, unterstützt damit also auch Arbeitsplätze in der Region“, führte Heinz Blumenstein vom IPH-Vorstand aus. Bundestagsmitglied Cornelia Behm (Die Grünen) hatte die „schwere Geburt“ der Charta für Holz noch in Regierungsverantwortung miterlebt. Ihrer Ansicht nach werde sie insbesondere seitens der Kommunalpolitik zu wenig mit Leben erfüllt. Dabei könnten Kommunalpolitiker damit sehr viel zur Wertschöpfung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen beitragen. Darum ihr Appell: „Überlegen Sie bei anstehenden Bauvorhaben, wo Holz eingesetzt werden kann.“ Darüber hinaus forderte Cornelia Behm eine bessere Unterstützung der privaten Waldbesitzer bei der nachhaltigen und sinnvollen Nutzung von Holz. Die märkische Kiefer sei hochwertig und zu schade zum Verheizen.

 

Fördermittel auch auf Landesebene

Ralf Christoffers, Mitglied im brandenburgischen Landtag, sieht Möglichkeiten der Förderung von Holzfenstern beispielsweise in der Kopplung von KfW-Fördermitteln mit Landesmitteln. Allerdings gab er zu bedenken, dass in Brandenburg bei öffentlichen Ausschreibungen bislang keine Vergabekriterien existierten – etwa hinsichtlich des Einsatzes Ressourcen schonender Materialien. Hier könne er sich eine Mitarbeit seitens der IPH wie auch der Kammern vorstellen.

Dennoch fielen bei Bauprojekten in Brandenburg in jüngster Zeit zahlreiche Entscheidungen zugunsten von Holz aus, merkte Dr. Manfred Hübler vom Unternehmerverband Bernau an. „Nun geht es darum, Netzwerke zu knüpfen.“ Auch Klaus Kröpelin von der IHK Brandenburg sieht die Aufgabe insbesondere darin, Kooperationen zu schließen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Hierzu habe diese Veranstaltung einen wichtigen Beitrag geleistet, waren sich die Teilnehmer einig.

 

Initiative ProHolzfenster e.V.

Zimmerstraße 79-80, 10117 Berlin

Zentrale Rufnummer 0700 / 47438835

E-Mail info(at)proholzfenster.de, www.proholzfenster.de

 

Ihr Ansprechpartner:

Heinz Blumenstein, Stv. IPH-Vorsitzender, Referent f. Öffentlichkeitsarbeit

Telefon 06621 / 91 48 96, E-Mail: info(at)proholzfenster.de

 

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